Zur Hauptnavigation springen , Zum Inhalt springen

Qualität der Restaurants, die verschiedenen sardischen Küchen, das Preisniveau im internationalen Vergleich.

Die Qualität der Restaurants

... ist durchweg gut. Es ist schwer, beim Restaurantbesuch "auf die Nase zu fallen". Wir verzichten hier darum auf spezielle Restaurantempfehlungen. Wer aktuelle Tipps haben möchte, bekommt die vor Ort beim Centro Servizi Tartaruga.

Das Preisniveau der uns bekannten Restaurants ist angemessen, Nepp eher auszuschließen. Die Pizza in Budoni und anderswo kostet nicht mehr als in einer normalen deutschen Pizzeria. Gleiches gilt für Nudelgerichte. Lediglich die Costa Smeralda ist recht teuer. Die sollte man zwar gesehen haben, aber aufwändig "einkehren" muss man nicht unbedingt!

Besonders reizvoll ist ein Restaurationskonzept, dass unter dem Namen "Agriturismo" Karriere gemacht hat.

Agriturismo

Um die Hirten und Bauern zu unterstützen, wurde das Konzept "Agriturismo" entwickelt.

Wer als Eigenproduzent eine Restauration einrichtet und ausschließlich bzw. überwiegend das auf den Tisch bringt, was er selber anbaut und aufzieht, wird dabei vom Staat gefördert.

Sardinien AgruturismusMittlerweile gibt es in Sardinien ein dichtes Netz von Agriturismo-Restaurants, die vom Schwein bis zum Wein alles selber produzieren und reichhaltige, leckere Menüs anbieten.  Meistens sind es Familienbetriebe. Da steht dann die Mutti mit dem Nudelholz in der Küche, der Vater röstet im Kamin das berühmte sardische Spanferkel, und die Kinder servieren und machen die Arbeiten drumherum. Weil die steuerlichen Vorteile reizvoll sind, hat sich unter die Schar der Erzeuger manch Trittbrettfahrer gesellt, der niemals eine Hacke in der Hand gehalten, nie Wein gekeltert hat.

Wer also wirklich "hausgemacht" essen will, informiert sich zuvor beim Centro Servizi Tartaruga. Dort weiß man, wo die Nudel wirklich hausgemacht ist, der Wein schmeckt und der Preis stimmt.

Was der Restaurantbesucher wissen sollte

Restaurants tischen ungefragt Brot auf, weil es für jeden Italiener einfach dazu gehört. Anders als bei uns gibt es auch fast immer Stoffservietten und -tischdecken. Dieser Service taucht dann natürlich unter "pane e coperto" auf der Rechnung auf.

Languste auf sardische Art!Italiener sind Feinschmecker. Da sind vornehme Tischsitten oft hinderlich. Wer einmal eine Languste ete-petete verspeist hat, wird seinen Knigge bestimmt nicht mehr liebhaben. Einen Italiener ficht so etwas nicht an. Wundern Sie sich also nicht, wenn der echte Römer wie zu Cäsars Zeiten "zu Tische liegt" und so tafelt, wie das für ihn bequem ist.

Wer gemeinsam essen geht, sollte nach südländischem Verständnis auch gemeinsam bezahlen. Dass Freunde zusammen zechen und sich hinterher beim Bezahlen die Brocken in den Mund zählen, empfindet jeder Südländer als Verstoß gegen Freundschaft und gute Sitten. Ordern Sie daher nur eine Rechnung für die gesamte Runde. Später können Sie dann die Quoten ermitteln. (Ein Trinkgeld sollten Sie einkalkulieren. Es muss nicht üppig sein, aber Pfennigfuchserei sollte man vermeiden. Wer 28,70 € großzügig auf 29,00 € rundet, hat südländisches "Leben und leben lassen" nicht verstanden.)
Zurück zum ersten Teil

Kulinarisches - Sardische Küchenkultur und ihre Folgen


Volltextsuche nach