Capo Comino liegt an der Ostküste, etwa 40 km südlich von Olbia. Die Fahrt vom Fähr- bzw. Flughafen Olbia dauert eine knappe Stunde. Ein Auto ist empfehlenswert. Der kleine Ort liegt an einem flach abfallenden Sandstrand mit den schönsten Dünen der Ostküste sowie einen Felsstrand, der zum Schnorcheln einlädt.
Lässt man, von Norden kommend, die große Bucht von San Giovanni bei S. Lucia hinter sich, zeigt sich die Küstenstraße von ihrer schönsten Seite. Nach 6 Kilometern Fahrt durch duftende Macchia und Pinienwälder öffnet sich die Sandbucht von Capo Comino, bekannt durch ihre ungewöhnlich hohen Dünen. Das Kap mit seinem Leuchtturm markiert den östlichsten Punkt der Insel. Im Hintergrund ragt die bizarre Silhouette des Supramonte-Gebirgsmassivs auf.
Der Strand ist berühmt für seinen feinen, weißen Sand. Das Wasser ist klar und besticht durch seinen ungewöhnlich hellblauen Farbton. Am südlichen Ende des Strandes befindet sich die winzige Schäreninsel Isola Rossa, so genannt, weil sie aus rotem Porphyrgestein besteht. Man kann sie schwimmend oder watend erreichen. Der Strand diente mehrfach als Filmkulisse; so drehte beispielsweise Guy Ritchie 2001 hier die Komödie Swept Away mit Madonna in der Hauptrolle.
Das Meer vor Capo Comino ist ein hervorragendes Schnorchel- und Tauchrevier. Taucher können hier die Überreste einer römischen Flotte aus der Zeit des Kaisers Nero erkunden, ebenso wie das Wrack der Commandante Bafile aus dem Jahr 1942 und ein französisches Sportflugzeug von 1963.
Capo Comino ist eine kleine, beschauliche Siedlung; wem der Sinn nach einem ausgedehnten Einkaufsbummel, einem Restaurantbesuch oder Nachtleben steht, muss dafür eine Autofahrt von 5-15 Minuten zu einem der größeren Nachbarorte in Kauf nehmen. Capo Cominos Hauptattraktion ist die wunderschöne Natur. Die Umgebung ist nur dünn besiedelt. An der im Norden gelegenen, 3 km langen Felsküste mit ihrem angrenzenden Pinienwald darf nicht gebaut werden, und im Süden erstreckt sich ein Naturschutzgebiet 5 km entlang der Küste. Das raue Hinterland konnte niemals ganze Dörfer ernähren; hier befinden sich lediglich vereinzelte Hirtengehöfte zwischen Felsen, kleineren Waldgebieten und Macchia.